Wann kann man welche Versicherung wechseln oder kündigen?

KFZ-Versicherung wechseln

Wann kann man welche Versicherung wechseln oder kündigen? Viele Bundesbürger haben zu viele oder zu teure Versicherungen. Hier läßt sich durch Kündigung oder einen Versicherungswechsel einiges an Geld sparen. Ein Wechsel der Versicherung ist aber nicht immer möglich oder ratsam. Im Folgenden gebe ich einige Hinweise, die es beim Versicherungswechsel zu berücksichtigen gilt:

Auch beim Wechsel der Kfz-Versicherung besteht die Möglichkeit einer außerordentlichen und regulären Kündigung. Außerordentlich kann der Vertrag mit einem Fahrzeugwechsel oder nach einem eingetretenen Schaden beendet werden. Ein Sonderkündigungsrecht besteht ebenfalls nach einer Beitragserhöhung. Für eine reguläre Kündigung der Kfz-Versicherung muss diese bis zum 30.11. (bei der üblichen Hauptfälligkeit zum 01. Januar) abgeschickt werden, sonst verlängert sich der Vertrag für ein weiteres Jahr. Das Gleiche gilt natürlich, wenn Sie einen Zweitwagen versichern wollen.

Unfallversicherung

Unfallversicherungen kann man regulär zum Ende der gewählten Vertragslaufzeit kündigen. Bei mehrjähriger Laufzeit kann der Vertrag vorher regulär nicht aufgelöst werden, es sei denn, der Schadensfall ist eingetreten. Dann sollte man direkt nach Erhalt der Versicherungsleistung kündigen. Im Normalfall muss die Kündigung aber spätestens drei Monate vor Ablauftermin bei der Versicherung liegen. Wer den Kündigungstermin verpasst hat, kann das im darauffolgenden Jahr tun, da sich der Vertrag im Regelfall stillschweigend für jeweils ein Jahr verlängert.

Rechtsschutzversicherungen, Hausratversicherung und private Haftpflichtversicherung

Hier gelten die gleichen Regeln wie bei Unfallversicherung. Die Kündigungsfrist ist also drei Monate vor dem Ablauftermin. Auch hier besteht ein ausserordentliches Kündigungsrecht nach einem Schadenfall, aber nur, wenn die Versicherung den Schaden auch anerkannt und beglichen hat. Ausnahme: In der privaten Haftpflichtversicherung ist der Vertrag immer dann kündbar, nachdem die Versicherung den eingetretenen Schaden geprüft hat. Die Schuldfrage spielt dabei keine Rolle.

Lebenversicherung, Rentenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Vertragsauflösung ist immer nur zum Ende des jeweiligen Versicherungsjahres möglich. Letztlich sind aber auch bei einer unterjährigen Kündigung die Beiträge in keinem Fall von der Versicherung gesetzlich einklagbar. Da bei Lebensversicherungen die Kündigung meist mit hohen Verlusten verbunden ist, kann es sinnvoll sein, die Lebensversicherung einfach nur beitragsfrei zu stellen. Auch ein Verkauf der Lebensversicherung an einen Drittanbieter ist möglich.

Private Krankenversicherung

Bei einer regulären Kündigung gelten je nach Gesellschaft unterschiedliche Fristen. Diese können Sie den Unterlagen oder der Police Ihrer Gesellschaft entnehmen. Die außerordentliche Kündigung ist nach einer Beitragsanpassung möglich. Dabei ist es unerheblich, ob die Prämie angehoben oder gesenkt wird. Sie können den Vertrag innerhalb von vier Wochen nach dem Erhalt des Informationsschreibens kündigen. Maßgeblich dabei ist das Erstellungsdatum, welches in dem Schreiben eingedruckt wurde. Bewahren Sie daher das Schreiben und auch den Briefumschlag des Schreibens auf.

Bitte beachten Sie:

Bevor Sie die Versicherung wechseln, klären Sie bitte, ob ein anderer Anbieter Sie auch ohne weiteres aufnimmt. Bei Lebens- oder Krankenversicherung spielen Gesundheitsfragen und Vorerkrankungen eine Rolle, in anderen Versicherungssparten (Wechsel der Kfz-Versicherung, Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherungen, Unfall- oder Wohngebäudeversicherung) eventuelle Vorschäden. Günstige Versicherungen finden Sie über Versicherungsvergleiche im Internet.

4.9.07 12:20

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