Kündigung und Wechsel der Autoversicherung

Fristgerechte Kündigung zum Ablauf

Die Autoversicherung wechseln können Sie immer zum Ablauf eines Versicherungsjahres. Das Ablaufdatum steht im Versicherungsschein. Die meisten Versicherungsverträge enden am 31.12. und können mit einer Frist von 1 Monat zum Vertragsende gekündigt werden. Das Kündigungsschreiben muss der Versicherung spätestens zum 30.11. vorliegen.

Sonderkündigungsrecht

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn die Versicherung den Beitrag erhöht. Das gleiche gilt, wenn die Versicherung die Vertragsbedingungen, Typ- oder Regionalklassen ändert. Sie haben dann ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht ab Zugang der Mitteilung.

Kündigung bei Fahrzeugwechsel oder Neuzulassung

Beim Fahrzeugwechsel oder bei einer Neuzulassung (erstmalige Zulassung eines neuen oder gebrauchten Fahrzeuges auf Ihren Namen) können Sie die Kfz-Versicherung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist wechseln.

Kündigung im Schadensfall

Im Schadensfall ist der Wechsel der Kfz-Versicherung innerhalb eines Monats nach Bearbeitungsschluss des Schadens möglich. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Versicherung den Schaden anerkannt oder abgelehnt hat.

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Informationen zur Kfz-Versicherung

Die verschiedenen Arten der Autoversicherung:

Kfz-Haftpflichtversicherung

Jeder Kfz-Halter ist gesetzlich verpflichtet, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen, um dem Geschädigten die Ersatzleistung im Schadensfall zu garantieren und seine eigene wirtschaftliche Existenz nicht zu gefährden. Die Versicherung übernimmt den Schadenersatz für Personen-, Sach- und Vermögensschäden bis zur vereinbarten Versicherungssumme sowie die Kosten für die Abwehr unberechtigter Ansprüche. Die Kosten für Strafverfahren und Nebenklagen sind nicht versichert. Für Neuverträge gelten (seit dem 01.01.2002) gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckungssummen. Die Höchstdeckung betrug bisher 50 Mio. Euro, seit März 2005 wurde die Summe von nahezu allen Versicherern auf 100 Mio. Euro verdoppelt. Altverträge werden entweder automatisch oder auf Wunsch umgestellt. Einige Anbieter verlangen bei Neuabschlüssen einen Aufpreis, andere bieten die Höchstdeckung ohne Mehrbeitrag. Zur Berechnung der Versicherungsprämie werden bestimmte Merkmale das Fahrzeug und die Situation des Halters betreffend zugrunde gelegt: dazu gehören u.a. Art des Fahrzeugs, PS/KW-Zahl, Wohnort, Beruf und Schadenfreiheitsklasse.

Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung übernimmt die Kosten für Fahrzeugschäden, die durch Wildunfälle, Glasbruch, Hagel, Sturm, Überschwemmung, Brand oder durch Diebstahl entstanden sind. Bei Zerstörung oder Verlust durch Diebstahl vermindert sich die Entschädigung um 10%, wenn keine vom Versicherer anerkannte Wegfahrsperre vorhanden ist. Mietwagen- und Nutzungsausfallkosten werden nicht übernommen. Die Teilkasko wird mit und ohne Selbstbeteiligung angeboten. Je nach Höhe der Selbstbeteiligung verringern sich die Versicherungstarife. Bei älteren Fahrzeugen sollte man gründlich prüfen, ob ein Teilkasko-Schutz sinnvoll ist.

Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung umfasst alle Gefahren der Teilkasko. Zusätzlich sind entstandene Schäden durch eigenes Verschulden, Fahrerflucht und mut- oder böswillige Handlungen durch unbekannte Dritte versichert. Mietwagen- und Nutzungsausfallkosten werden nicht übernommen. Auch hier ist zu prüfen, ob man die Beiträge durch die Wahl einer Selbstbeteiligung senkt und ob ein Vollkasko-Schutz aufgrund des Alters des Fahrzeuges lohnenswert oder eine Umstellung auf Teilkasko angebracht ist.

Schutzbrief / Autoschutzbrief

Der Versicherungsnehmer hat bei vielen Gesellschaften die Möglichkeit im Rahmen seiner Kfz-Versicherung einen Schutzbrief kostenlos oder gegen einen geringen Zusatzbeitrag miteinzuschließen. Diese Investition ist grundsätzlich und besonders für Auslandsreisen sinnvoll. Im Schutzbrief sind u.a. folgende Leistungen versichert: Abschleppen oder Bergen des Fahrzeugs nach Panne oder Unfall, Übernachtung oder Mietwagen bei Fahrzeugausfall, Krankenrücktransport und Kinderrückholung. Zusätzlich gibt es Serviceleistungen wie 24-h-Hotline, Dolmetscherdienste und Hilfe bei der Wiederbeschaffung gestohlener Ausweispapiere.

Insassenunfall-Versicherung

Die Insassenunfall-Versicherung versichert alle Insassen beim Betrieb eines Fahrzeugs, das heißt beim Lenken, Benutzen, Behandeln und Pflegen, Be- und Entladen, Abstellen und Ein- und Aussteigen. Versichert sind entweder pauschal alle Insassen, einzelne Sitzplätze oder namentlich genannte Personen. Die Leistungen umfassen Invaliditätsleistung, Todesfallsumme, Tagegeld und Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld. Die Insassenunfall-Versicherung ist grundsätzlich überflüssig, weil berechtigte Ansprüche wegen Körperverletzung durch die Kfz-Haftpflicht-Versicherung bereits abgedeckt sind. Somit ist die Insassenunfallversicherung identisch mit der normalen Unfallversicherung, allerdings beschränkt sie sich auf den Bereich "Fahren mit dem eigenen Kfz".

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